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Wilbur Scoville – Der Mann, der Schärfe messbar machte

fragezeichen620x330Zu seinem 151. Geburtstag erhält der Wissenschaftler Wilbur Scoville von Google einen Doodle

Der Genuss einer Paprika (lateinisch „Capsicum“), teilweise auch als Chili oder Peperoni bekannt, kann bekanntlich ganz unterschiedliche Auswirkungen haben. Von einer leichten Würze bis hin zu einem wahren Feuersturm können Paprikaschoten, beziehungsweise deren Früchte, ganz unterschiedliche Schärfegrade erreichen.

Die Ursache dieser Schärfe ist auf den Inhaltsstoff Capsaicin zurückzuführen, der in geringen Anteilen in den Beeren der Schoten zu finden ist und in erster Linie diejenigen Rezeptoren bedient, die sowohl das Gefühl von Schärfe als auch das von Hitze und Schmerz verursachen. Aus diesem Grund wird dieser Inhaltstoff beispielsweise auch im Pfefferspray verarbeitet.

Der US-amerikanische Wissenschaftlicher Wilbur Scoville widmete sich in seiner Forschungsarbeit unter anderem der Entwicklung einer Skala, um genau diese Schärfegrade objektiv und valide beurteilen zu können. Aus seiner Arbeit resultierte schließlich die 1912 erstmalig von ihm vorgestellte Scoville-Skala, die vom Wert Null, den etwa grüne Paprikaschoten besitzen, bis hin zu einem maximalen Wert von 2,2 Millionen reicht.

Dieser wahrlich rekordverdächtige Wert wird nur von einer Züchtung namens „California Reaper“ erreicht. Das Messverfahren basiert dabei auf einer Versuchsreihe, während der fünf Versuchspersonen Auszüge von Paprikaschoten verabreicht bekommen. Ermittelt wird in der Folge der Zeitpunkt beziehungsweise der Verdünnungsgrad, ab welchem keinerlei Schärfe mehr zu verspüren ist. Je stärker die Verdünnung, desto höher ist schließlich der Wert auf der Scoville-Skala.

Zum 151. Geburtstag am 22. Januar ehrt der Konzern Google nun den angesehenen Pharmakologen Wilbur Scoville mit einem Doodle auf seiner Suchmaschinenstartseite im Internet.

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