Von Chilischoten, Capsaicin und Pfefferspray
Haben Sie sich auch schon gefragt warum wir Chilis als scharf wahrnehmen? Der Grund dafür ist der in den Chilischoten enthaltene Stoff Capsaicin. Dieser sitzt vor allem in den Innenwänden und sorgt bei dem Verzehr für ein Brennen im Mundraum. Durch das Entfernen der Innenwände und Kerne lässt sich die Chili entschärfen.
Konsum von Capsaicin veringert Empfindlichkeit
Das Brennen ist aber nicht auf reale Wärme zurück zu führen sondern eine Art Täuschung: Das Capsaicin wirkt auf die selben Nerven, die eigentlich für die Wahrnehmung von Wärme verantwortlich sind und die uns vor zu heißen Speisen warnen sollen. Jeder Mensch nimmt die Schärfe einer Chilischote anders wahr. Es lässt sich sogar darauf trainieren möglichst scharfe Schoten zu essen. Denn durch häufigen Konsum von Capsaicin lässt sich die Empfindlichkeit der Rezeptoren verringern. Hat man dennoch zuviel des guten erwischt hilft nicht Wasser beim Löschen der Schärfe sondern Milch.
Anbauort und Klima bestimmt Gehaltlevel
Die gleiche Art von Chilischote kann unterschiedliche Anteile an Capsaicin enthalten. Die Faktoren Klima, Lage, Versorgung mit Nährstoffen und das Streßlevel sind für den Gehalt an Capsaicin in der Chili verantwortlich. Das aus den Chilischoten gewonnene Capsaicin ist aber nicht nur für den Verzehr geeignet. Es findet zum Beispiel auch in Pfeffersprays Verwendung.